Creative Commons Projektleiter, newthinking-Gründer und Berater, Konferenzveranstalter und netzpolitischer Aktivist: Markus Beckedahl gilt als Open-Source-Spezialist und engagierter Kämpfer für die Freiheit des Webs. Im Tiburon-TV-Interview auf dem ConventionCamp Hannover erläutert er u.a. Open Source Businessmodelle und seine Gründe gegen Softwarepatente in Europa.

„Bei Creative Commons können Nutzer aus dem riesigen Pool an CC-lizensierten Werken auswählen, was sie benötigen. Darauf basierend gibt es eine ganze Menge Geschäftsmodelle: Dienstleister, die Mehrwerte und Beratungsleistungen anbieten sowie Crowfunding-Projekte wie sell your rights oder sellaband. Wenn ein Produkt gut ist, dann wollen Nutzer in der Regel auch den Produzenten unterstützen, beispielsweise indem sie dessen DVD kaufen“ erklärt Markus. Ein jüngstes Erfolgsbeispiel ist die US-amerikanische Band Nine Inch Nails, die auf Platz 1 der Amazon-Verkaufscharts gelandet ist. Obwohl – oder möglicherweise gerade weil sie ihr neues Album „The Slip“ unter CC-Lizenzen kostenfrei zum download bereitgestellt hat.

Zusammen mit vielen anderen setzt sich Markus gegen Softwarepatente in Europa ein. Er ist überzeugt, dass in einem innovationsfreundlichen Klima Monopole auf Ideen nichts zu suchen haben. Allen Gründern empfiehlt er: „Den Markt gut kennen, eine Nische suchen, schnell und oft releasen. Auf Offenheit setzen - langfristig spart man Geld und profitiert von einem Ökosystem und Herstellerunabhängigkeit. Das sind die viel nachhaltigeren Geschäftsfaktoren.“

Hier findet Ihr alle weiteren Interviews vom ConventionCamp Hannover.

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